SMS-Business-FAQ

Allgemeine Fragen

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An wen richten sich diese FAQ?

Unsere Zielgruppe bilden Techniker und Entscheider von Firmen, die SMS in ihre Workflows oder in Arbeitsabläufe ihrer Kunden einbinden möchten und natürlich alle an der Technik interessierten Leser.


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Wie korrekt sind die folgenden Informationen in technischer Hinsicht?

Die Abläufe werden hier nur schematisch dargestellt. Die exakten Spezifikationen findet Sie unter www.etsi.org. Die konkrete Umsetzung ist oft auch von Telefongesellschaft zu Telefongesellschaft unterschiedlich.


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Fehlt eine Frage oder haben Sie einen Fehler gefunden?

Über Rückmeldungen freuen wir uns. Bitte senden Sie Fragen und Anregungen an sms(at)openit.de.


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Wie gelangen SMS von einem Mobiltelefon zum anderen?

Damit ein Telefon SMS versenden kann, muss es auf die Nummer einer Kurzmitteilungszentrale (SMSC) konfiguriert sein. Dem konfigurierten SMSC übergibt das Telefon über das Mobilfunknetz die SMS zur Weiterleitung. Das SMSC liefert die SMS dann entweder an das Mobiltelefon des Empfängers aus oder übergibt sie, z.B. wenn der Empfänger ein anderes Netz nutzt, einem anderen SMSC.

  • Mobiltelefon --> SMSC --> SMSC --> Mobiltelefon

Dabei sind die SMSCs für das korrekte Routing zum Ziel zuständig, ähnlich wie SMTP-Server bei E-Mail.


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Wie kann man SMS von einem Server an ein Mobiltelefon senden?

Hier wird die erste Hälfte des Weges der SMS anders realisiert als unter der vorhergehenden Frage beschrieben: Die SMS werden von einem Server über direkte Anbindungen (z.B. Standleitung oder VPN) und spezielle Protokolle (z.B. UCP oder SMPP) an das SMSC übergeben.

  • Server --> SMSC --> SMSC --> Mobiltelefon

Der weitere Weg der SMS zum Empfänger entspricht dem, einer per Telefon verschickten SMS.


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Wie kann man auf einem Server SMS empfangen, die von einem Mobiltelefon versendet wurden?

Hierbei handelt es sich um SMS an Kurzwahl- oder Langwahlnummern, siehe folgende Fragen. Sie werden wie „normale“ SMS vom sendenden Mobiltelefon an das konfigurierte SMSC übergeben. Das SMSC ist für diese Nummern so eingerichtet, dass es die SMS nicht an ein Mobiltelefon weiterleitet, sondern sie stattdessen an eine Applikation auf einem Server weiterleitet.

  • Mobiltelefon --> SMSC --> SMSC --> Server

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Was ist eine Kurzwahlnummer?

Kurzwahlnummern für SMS sind vier- oder fünfstellige Nummern, an die man SMS senden kann. Sie werden insbesondere für auf SMS basierende Dienste eingesetzt, die einfach kommuniziert werden sollen („Senden Sie 'Hello world!' an die 73030.“)

  • Mobiltelefon --> SMSC --> Server

Hier findet normalerweise kein Routing zu weiteren SMSCs und in andere Netze statt. Das bedeutet praktisch: Wenn die Kurzwahl „nnnnn“ nur im SMSC von T-Mobile Deutschland konfiguriert ist, dann können nur Mobilfunknutzer SMS an diese Nummer senden, deren Endgeräte auf die SMSC-Nummer von T-Mobile Deutschland konfiguriert sind und die ins Netz von T-Mobile Deutschland eingebucht sind.

Für Kurzwahlnummern sind auch die Bezeichnungen „Short Number“ und „Short Code“ gebräuchlich.


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Was ist eine Premium-Kurzwahlnummer?

Eine Premium-Kurzwahlnummer verbindet eine Kurzwahlnummer mit einem Abrechnungsverfahren (z.B. Premium-SMS). Die Beträge die abgerechnet werden können liegen im Bereich zwischen 0,29 Euro und 4,99 Euro (jeweils inkl. USt.). Im einfachsten Fall wird dem Absender beim Versand einer SMS an eine solche Nummer der jeweilige Betrag auf die Mobilfunkrechnung gesetzt oder vom Prepaid-Guthaben abgezogen.


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Was ist eine Langwahlnummer?

Diese Nummern haben die Form „normaler“ Mobilfunknummern (Beispiel: „+49 176 888 nnnnn“ im O2-Netz) und werden für den Empfang von SMS durch Applikationen auf Servern eingesetzt.

Aus Sicht des sendenden Mobilfunkteilnehmers verhalten sie sich wie normale Mobilfunknummern. Das gilt z.B. für die Kosten, die dem Sender entstehen, und die Erreichbarkeit aus verschiedenen Netzen.

Technisch werden sie vom SMSC der zugehörigen Telefongesellschaft über entsprechende Anbindungen an eine Applikation auf einem Server weiterleitet.


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Was ist bei portierten Rufnummern zu beachten?

Bevor es für Mobilfunkteilnehmer die Möglichkeit gab, bei einem Wechsel der Telefongesellschaft ihre Rufnummer zu behalten, war die Zuordnung zwischen Vorwahl und Telefongesellschaft eindeutig, z.B. „0171“ zu T-Mobile und „0172“ zu Vodafone. Entsprechend einfach konnte das Routing zwischen den SMSCs erfolgen.

Heute pflegt T-Systems im Auftrag der Telefongesellschaften eine zentrale Datenbank der portierten Rufnummern (zMRDB). Auf diese greifen die Telefongesellschaften, aber auch Firmen wie OpenIT, die den Versand von SMS anbieten, zu. So wird entschieden, an welches SMSC eine SMS übergeben werden muss.

SMS, die heute noch ohne zMRDB-Abfrage nach Vorwahl weitergeleitet werden, erreichen auf Grund des falschen Routings zum Teil nicht ihr Ziel.


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Wie „lang“ können SMS sein?

Einfache Antwort: Der Inhalt einer SMS ist 140 Bytes lang.

Aber: Der Text einer SMS wird üblicherweise im 7-Bit GSM-Alphabet kodiert. So kommt es zu den bekannten 160 Zeichen pro SMS (8 x 140 = 7 x 160).

Eine 8-Bit-Kodierung des Inhalts ist für binäre SMS üblich.

Eine 16-Bit-Kodierung (UCS2) ermöglicht die Übermittlung fast aller internationalen Zeichensätze – falls das empfangende Telefon UCS2 unterstützt. Mit dieser Kodierung können pro SMS nur 70 Zeichen kodiert werden (8 x 140 = 16 x 70).

Sie haben schon SMS mit mehr als 140 Zeichen versendet? Siehe folgende Frage.


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Was sind mehrteilige (Multipart-)SMS?

Moderne Telefone können SMS mit bis zu 459 oder mehr Zeichen senden. So scheint es.

Technisch teilt das Endgerät den Text auf verschiedene einzelne SMS auf. Im Inhalt der SMS wird kodiert, dass es sich hier um ein Stück einer mehrteiligen SMS handelt. Es verbleibt dann noch Platz für 153 7-Bit-Zeichen.

Die einzelnen SMS werden separat über die SMSCs zum Empfänger transportiert und auch als einzelne SMS fakturiert.

Das empfangende Telefon baut für die Darstellung die Einzelteile wieder zusammen.